Journalist und Bürgerinitiativen-Aktivist im Iran zum Tode verurteilt
Ein Journalist und Bürgerinitiativen-Aktivistin in der Provinz Sistan und Baluchestan im Iran wurde zum Tode verurteilt. Yaghoub Mehrnahad ist Journalist und Sekretär der NGO Javanan Sedaye Edalat (”Jugend, Stimme der Gerechtigkeit”).
Er wurde, zusammen mit anderen Mitgliedern der NGO, vor 10 Monaten inhaftiert, nachdem er eine Konferenz unter dem Titel “Junge Menschen fragen, Staatsvertreter antworten” veranstaltet hatte und danach zum Tode verurteilt.
Meghdad Barimani, dem ehemaligen Sekretär der Islamic Society of Sistan and Baluchestan University zufolge, handelt es sich bei der Vereinigung Javanan Sedaye Edalat um eine der aktivisten NGOs in der gesamten Provinz, welche zu verschiedenen Fragen aktiv ist, darunter im Kampf gegen Krankheiten wie AIDS und Hepatitis und in der Vorsorge gegen Krankheiten bei Frauen und Kindern in der Region.
Keine dieser Aktivitäten kann als Verbrechen angesehen werden, von der Todesstrafe ganz zu schweigen. Keine genauen Informationen oder dokumentierten Gründe wurden [vom Gericht] zu Yaghoub Mehrnahads “Verbrechen” präsentiert, Gerüchten zufolge soll er mit “starrsinnigen” [”obstinate” im Original] Gruppen zusammen gearbeitet haben.
Während Yaghoub Mehrnahads Prozess waren weder er selbst, noch seine Familie, sein Anwalt oder eine Jury anwesend.
Die Provinz Sistan und Baluchestan erlebte in den letzten zwei Jahren ein hohes Mass an Unruhen, darunter Terroranschlägen.
Das Iranian Workers’ Solidarity Network wird versuchen, weitere Informationen zum Fall Yaghoub Mehrnahad herauszufinden und wird aktiv werden, um auf die iranische Regierung Druck für seine sofortige und bedingungslose Freilassung auszuüben.
13 Februar 2008
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